Abwasser der
Kanalisation als Energiequelle
Studie:
Jahreswärmemenge beträgt 40 Gigawattstunden
Bremen (pte, 22.
Januar 2004 12:45) - Nach einer Studie der Bremer
Energie-Konsens GmbH http://www.energiekonsens.de ist die Nutzung von
Abwasser-Wärme aus der öffentlichen Kanalisation wirtschaftlich und
ökologisch sinnvoll. Die Abwasser-Wärme eignet sich demnach zur
Warmwasserbereitung und Beheizung von Gebäuden. Die Energie-Konsens GmbH
hatte für die Studie der bisher noch wenig genutzten Energiequelle aus
technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Sicht das Beispiel der
Seestadt Bremerhaven untersucht.
Während die Wärmerückgewinnung bei Abwasser im industriellen
Bereich
bereits zum Einsatz kommt, ist das Abwasser der öffentlichen Kanalisation
eine bisher ungenutzte Wärmequelle. In der Schweiz gibt es schon seit
einigen Jahren Wärmepumpen zur Abwasserwärme-Nutzung, bei der die
Wärme
zumeist gereinigtem Abwasser entzogen wird. Der Wärmeentzug bei
ungereinigtem Abwasser existiert bisher nur in Modellprojekten. Die
Überlegung der Energieexperten sieht in dem in der öffentlichen
Kanalisation noch ungereinigten Abwasser eine kontinuierliche
Wärmequelle. Die beträchtliche im Abwasser enthaltene Wärmemenge
reicht
aus, um eine signifikante Zahl aller an die Kanalisation angeschlossenen
Gebäude mittels effizienter Wärmepumpentechnik zu beheizen, berichtet
das
Unternehmen.
In Bremerhaven fallen jeden Tag rund 17,5 Mio. Liter Abwasser mit einer
Durchschnittstemperatur von 14 Grad Celsius an. Die Studie kommt zu dem
Ergebnis, dass mit der geeigneten Technik eine Jahreswärmemenge in der
Größenordnung von 40 GWh genutzt werden kann. Die Studie hat drei
Fallbeispiele aufgezeigt, in denen ein breites Anwendungsspektrum von
Schwimmbädern, öffentlichen Gebäuden bis hin zu Privathaushalten
erschlossen werden kann. Die Nutzung von Abwasser-Wärme ist außerdem
umweltfreundlich: Die CO2-Emissionen sind niedriger als bei
konventionellen Heizungsanlagen.
Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Wolfgang Weitlaner