Die Idee für
den Fond stammt aus dem Jahr 2000, die Verwirklichung in Form der Gründung
eines Vereins gelang aus Zeitgründen erst im November 2002. Der Finanzbedarf
ist gigantisch und dieser Verein kann sicher in erster Linie nur Beispielgeber
für andere Organisationen und Initiativen sein. Wie ich hoffe wird das
ganze nicht nur ein "Tropfen auf dem heißen Stein" sondern "ein
steter Tropfen der den Stein aushöhlt".
Leider wird überall nur darüber gesprochen, dass man "Wasser
für alle" als eine Art Menschenrecht einführen müsste, es
gibt auch ein World Panel on Financing Water Infrastructure, das sich damit
beschäftigt. Die eigentliche Schwierigkeit ist die mentale Distanz der
Menschen in unseren Breiten zu Wasserproblemen. Die Tatsache, dass man täglich
4-8 Stunden Weg in Kauf nehmen muss um an eine spärliche Wasserstelle zu
gelangen, die dann oft auch noch verschmutzt ist, ist für die meisten Menschen
in Europa kaum vorstellbar. Aber kommt es nicht zu einer weltweiten Wasseradministration,
werden wir nur zu bald mit den ersten Wasserkriegen konfrontiert werden, die
dann auch durchaus uns betreffen könnten.
Wer sich mit der Materie näher beschäftigt wird früher oder später
vielleicht von den gigantischen Kosten abgeschreckt werden. Man muss hier von
Summen ausgehen in der Größenordnung von 80 bis 150 Milliarden US-Dollar
pro Jahr für die nächsten 25 Jahre, gilt es doch etwa derzeit schon
ca 3,5 Milliarden Menschen zu versorgen und bedingt durch Bevölkerungswachstum
werden in den nächsten 20 Jahren noch einmal 3,5 Milliarden Menschen dazukommen,
die kaum Wasserzugang oder zu mindestens höchst mangelhafte sanitäre
Verhältnisse haben werden. Natürlich könnte ich angesichts solcher
Zahlen aufgeben, mir ist jedoch wichtiger, dass Beispiele gefunden werden, die
jeder in den Entwicklungsländern mit möglichst geringen Mitteln nachvollziehen
kann und diese Projekte sollen mit Hilfe dieses Fonds prämiert und einer
größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ich möchte
damit nicht das große Geschäft für die Wasserindustrie ankurbeln,
denn diese Menschen besitzen in den meisten Fällen nichts und auch die
Kommunen sind zumeist sehr arm, ich möchte Hilfe und Anleitung zur Selbsthilfe
geben.
Sie haben die Möglichkeit, bei dem "World Freshwater Fund"
Mitglied zu werden oder auch einfach nur dafür zu spenden.
Klaus Pahlich, Obmann "World Freshwater Fund"
Mitgliedsbeitrag für ein Jahr sind 50 Euro
für Studenten beträgt der Jahresbeitrag 30 Euro