Das Ziel des Magazins "World Water Watch" liegt nicht nur in der Berichterstattung über alles, was das Trinkwasser und dessen Umwelt betrifft, sondern vor allem in der Errichtung und Dotierung eines Fonds, der in der Zukunft zur Verbesserung der Trinkwasserreserven eingesetzt werden soll. In dem Magazin "World Water Watch" werden Details der eingereichten Projekte beschrieben.
Wasser ist nicht nur eine lebensnotwendige natürliche Resource, sondern hat auch einen ökonomischen und sozialen Stellenwert. Wie kann eine Ballance zwischen diesen beiden letztgenannten Faktoren hergestellt werden? Wie kann man Wasser verwenden, um Armut auszurotten? Wie sieht es mit den Rechten des Einzelnen an freiem Zugang zu Trinkwasser aus? Wie sollen wir den Preis für Wasser bewerten und das vorhandene Wasser unter allen Verbrauchern gerecht verteilen, die Ökosysteme eingeschlossen ?
Die "World Charter on Water for Nature" sagt, dass Resourcen so gemanagt werden sollen, dass sie eine bestmögliche tragbare Produktivität erreichen und beibehalten kann, aber nicht in der Art, indem sie andere Ökosysteme gefährden mit denen sie kooperieren müssen". Ist dieses Prinzip in verschiedenen Ländern verschieden auszulegen, je nach Entwicklungsstand der jeweiligen Region? Sind einige Regionen berechtigt auf Kosten anderer mehr Wasser zu konsumieren? Sollte die Veränderung des Managements in unserer Umwelt fortgesetzt werden um einen Präzedenzfall über verändertes menschliches Verhalten darzustellen? Ausgleichendes Angebot und Nachfrage bedeutet mehr Risiko in manchen Fällen als in anderen. Sollten wir, zum Beispiel, fossiles Wasser verwenden und verbrauchen oder genetisch veränderte Pflanzenarten in Gegenden einführen, wo Wasser verschwendet wird? Dieses Thema führt natürlich zum nächsten: Souverenität über das Wasser. Soll Wasser der Nation gehören, zwischen deren Grenzen der Regen fällt ? Sollte es Verbrauchern am Oberlauf von Flüssen erlaubt sein, so viel Wasser, wie sie wollen zu verbrauchern, ohne sich um die am Unterlauf zu kümmern ? Es gibt keine Regeln die besagen, wie Wasser aufgeteilt zu werden hat. Möglicherweise würde ein evolutionäres Konzept für Wassersouverenität benötigt.
Was auch immer am meisten gebraucht wird, um die Trinkwasser-Umwelt zu sichern und zu erhalten, jedermann ist eingeladen, den WORLD FRESHWATER FUND zu unterstützen.
Im November 2002 wurde in Österreich der Verein "World Freshwater Fund, Verein zur Erhaltung der Trinkwasserreserven der Welt" gegründet.
Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Erstellung und den Betrieb einer Website (worldfreshwaterfund.org) und die Herausgabe des Magazins World Water Watch als Mitglieder-Zeitung. Mit Hilfe dieser Medien, durch private Spenden, Lotterien, Mitgliedsbeiträgen Fördernder Mitglieder und andere Zuwendungen soll ein Fond aufgebaut werden, aus dem ein jährlich auszuschüttender Betrag an ein oder mehrere sinnvolle Projekte, die dazu dienen sollen, die Frisch- und Süsswasserreserven dieser Welt zu erschliessen, zu schützen, zu reinigen, zu erforschen und in Stand zu halten, verliehen wird.
Über die Förderungswürdigkeit dieser Projekte wird eine noch zu bestellende unabhängige Kommission zu entscheiden haben, die sich aus Mitgliedern namhafter Umweltschutzorganisationen, wie WWF Living Waters Campaign, Friends of the Earth, Ramsar Convention of Wetlands, Greenpeace International und anderen zusammensetzen wird. Die Einreichung der Projekte erfolgt über die Website und schriftlich in Form von Briefen. In dem bis zu 4x im Jahr erscheinenden Magazin und auf der Website wird über die eingereichten Projekte in englischer und deutscher Sprache berichtet.
KLAUS PAHLICH
Obmann "World Freshwater Fund"